Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)

Die KAB will die Arbeitnehmerschaft in der Kirche und die Kirche in der Welt der Arbeit vertreten. Als Bildungs- und Aktionsgemeinschaft geht es der KAB
um eine ganzheitliche Sicht des Menschen. Erlebnisse und Geselligkeit gehören genauso dazu wie Erziehungs- und Glaubensfragen, aber auch die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen (z. B. Anerkennung der Erziehungszeiten im Rentenrecht, Familienlastenausgleich, Vereinbarkeit von Familie und Beruf usw.). Zu den Treffen sind auch Gäste herzlich willkommen!
Vorstand: Max Schwarz - Tel: 08807/6239
Künstliche Intelligenz und die Weisheit des Herzens - Vortrag
Themenabend der KAB Ortsgruppe Dießen
Künstliche Intelligenz - KI – was ist das eigentlich? Und wie gehen wir mit ihr weise um? Papst Leo XIV hat gerade ein beeindruckendes Schreiben veröffentlicht. Der Titel: „Die grossartige Menschheit“. Darin findet man wunderbare Gedanken und Hinweise darauf, wie wir KI in vernünftige weise Bahnen lenken können.
Herzliche Einladung zum Vortrag von Diakon und Betriebsseelsorger Erwin Helmer und Diskussion unter anderem mit IT-Fachmann Tim Bücher und Moderator Alois Kramer.
KAB Dießen, Max Schwarz und Erwin Helmer, 0160 – 9784 9513
KAB und Pfarreiengemeinschaft Dießen übergibt 80 Säcke der Dießener Tafel

Im Rahmen der diesjährigen Fastenzeit hat die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft Dießen das Leitwort „Fasten für den Nächsten“ ausgegeben. Die Idee war, für die Dießener Tafel haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel bereitzustellen, um diese an ihre Gäste auszugeben. 80 Säcke sind dank der großartigen Spendenbereitschaft zusammengekommen! Pastoralreferent Nikolaus Matosevic hat diese am 1. April im Zuge der regulären Mittwochs-Ausgabe in der Tafel ausgegeben, worüber viele sehr dankbar waren!
Immer Mittwoch nachmittags geben ehrenamtlich Engagierte der Tafel hauptsächlich Lebensmittel aus, die zwar einwandfrei sind, aber kurz vor oder kurz nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. Diese Lebensmittel würden sonst vernichtet werden. Ca. 100 hilfebedürftige Haushalte können so am Ammersee-Westufer unterstützt werden. Träger der Tafel ist der AWO Ortsverein Dießen.
Herzlichen Dank an die Spenderinnen und Spender und an die Helferinnen und Helfer der KAB, der Pfarreiengemeinschaft und der Dießener Tafel! Das Foto (von Claudia Betz-Haubold) zeigt Nikolaus Matosevic kurz vor der Ausgabe mit einem Mitarbeiter der Dießener Tafel.
Heute bestellt - morgen (aus-)geliefert
Zwei Tonnen oder ein Elefant durchschnittlich pro Tag ausgeliefert!
„Heute bestellt – morgen (aus-)geliefert“ im Dießner Traidtcasten
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung KAB Dießen lud zum Themenabend „Heute bestellt – morgen (aus-)geliefert“ in den Dießner Traidtcasten, wo es vor allem um die Arbeit der Paketdienste ging.
KAB-Vorstand Erwin Helmer stellte gleich zu Beginn die laufende „Aktion Faires Paket“ der KAB vor, die zwei Ziele verfolgt: „Wir fordern zum einen, dass das Höchstgewicht von 31,5 kg für ein Paket auf maximal 20 kg begrenzt wird. Zum anderen muss die Beauftragung von Subunternehmen in der Zustellung verboten werden, da hier die meisten Missstände festgestellt werden. Es geht um deutlich besseren Gesundheitsschutz im Paketdienst.“
Der Referent des Abends, der ehemalige Betriebsrat Manfred Stick, der auch Vorsitzender des Fachbereichs Postdienste Speditionen Logistik im ver.di Bezirk Allgäu war, beleuchtete die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Paketdienste: „Im Schnitt werden fast 16 Mio. Sendungen proTag zugestellt, es ist mit einer Zunahme der Sendungen von jährlich 7% zu rechnen. Damit steigt auch zunehmend die Belastung enorm. Laut einer Studie liegt die Paketbranche auf dem dritten Platz bei den Arbeitsunfähigkeits-Tagen. Viele Beschäftigte leiden unter Schäden des Bewegungsapparates. Auch die psychischen Belastungen haben zugenommen. Bis zu 300 Pakete hat ein/e Zusteller/in am Tag auszuliefern. Im Schnitt liefert ein Zusteller pro Tag ein Gewicht von zwei Tonnen aus. Das wiegt ungefähr ein Elefant!“
KAB und ver.di fordern deshalb ein Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmer/innen in der Paketbranche, Verbot des Einsatzes von Fremdpersonal und auch das Verbot von Werkverträgen. Stick verweist auf die dahingehenden positiven Erfahrungen, die in der Fleischindustrie gemacht wurden. Der Zoll sollte personell verstärkt werden, damit wirksamere Kontrollen möglich sind. Stick betonte, dass die Post AG mit ver.di Tarifverträge hat, die für die Paket-Branche eine Vorbildfunktion haben. Vor allem bei Subunternehmen müssen Beschäftigte unter oft widrigen Bedingungen arbeiten.
Zum Abschluss referierte Dr. Peter Cammerer, der in der Schulung von Betriebsräten aktiv ist, über die Wichtigkeit von Betriebsräten, nicht nur in der Paketbranche: „Ab 1.März bis 31.Mai 2026 finden überall in Deutschland Betriebsratswahlen statt. Es ist sehr wichtig, dass die Wahlbeteiligung hoch ist, damit Mitbestimmung wirklich stattfinden kann.“ Sozialpartnerschaft brauche faire Verhandler auf Augenhöhe, damit die Beschäftigten motiviert und mit Freude ihre Arbeit tun können.
Erwin Helmer